Do 24 Jul, DOORS 20:00H, SHOW 20:30H

Fuzz, Wah-Wah, Black Sabbath, Wüstenrock – das sind die Zutaten, die Radio Moscow benötigen, um ihren "Magical Dirt" zu erschaffen. Dreckig und übernatürlich ist das Ergebnis tatsächlich. "Dreck" sicherlich nicht. Ein Solo jagt das nächste, die Spuren wabern von links nach rechts, die leicht an David Lee Roth erinnernde Stimme Parker Griggs füllt dazwischenliegende Lücken. So generieren Radio Moscow einen beeindruckend fetten und vielschichtigen Sound, der umso mehr fasziniert, wenn man auf dem Rücken der CD gerade einmal drei Namen liest. Wer jetzt denkt: "Okay, dafür hat wahrscheinlich jeder der drei zig verschiedene Instrumente eingespielt", irrt sich. Nur das Nötigste liegt "Magical Dirt" zugrunde: Paul Marrones Schlagwerk, mit dem er die perfekte Balance zwischen Wirbelwind und leichter Brise findet, Anthony Meiers Bass, der während den Griffbrettturnereien seines sechssaitigen Kollegen für ein monumentales Fundament sorgt und selbstverständlich Parker Griggs' Vocals und Gitarren. Als psychedelische Extrawurst serviert letzterer ab und zu noch ein paar nette Soundeffekte obendrein.

Die Produktion überzeugt auf ganzer Linie mit ihrem nostalgisch angehauchten Kiffer-Flair. Jimi Hendrix, Kyuss, ein bisschen Guru Guru (allerdings im Turbomodus) – wem diese Acts zusagen, sollte definitiv mal ein Ohr riskieren und wird sich vermutlich in den rauen, fuzzigen Retro-Sound verlieben. Aus dessen orgiastischem Sexleben mit einem Wah-Pedal entwickelt sich schnell ein flotter Dreier mit dem Hörerohr. Mal geht es hemmungslos und dreckig im "Rancho Tehama Airport" zur Sache, in "Sweet Lil Thing" wähnt man sich im vom Latinatempel zum Cowgirl-Schuppen umfunktionierten Titty Twister, "Before It Burns" bringt gar orientalische Exotik ins schweißtreibende Spiel. Radio Moscows Tracks sind mindestens so sexy wie die der Rival Sons und kommen beim Stangentanz sogar verdammt nah an die Songbräute Led Zeppelins ran.

Im psychedelischen Sektor dürften ihnen jedoch deutlich mehr Geldscheine zufliegen als den beiden anderen. Bei Slide-Ekstasen wie "Sweet Lil Thing" oder dem rhythmisch entfernt an Focus' "Hocus Pocus" erinnernden "Bridges" braucht man keinen Joint, um high zu werden. Das knallbunte Cover hält definitiv, was es verspricht. Der abgebildete Pilz wuchert sicher nicht ohne Grund dort herum. Stoner, Psychedelic, Rock'n'Roll, ein Schuss Heavy Metal – das alles auf höchstem Niveau und (meistens) in Up-Tempo zusammengepanscht. Mehr muss man eigentlich gar nicht zu "Magical Dirt" sagen. Wer noch Zweifel hat, sollte sich vielleicht einfach mal "Got The Time" zu Gemüte führen: Wah-nwitziges Riff/Solo/Drum-Gewichse, in dem eine stoische, abgefuckt coole Bassline im Hintergrund alles zusammenhält. Anthony Meier schüttelt, hämmert und drischt hektisch mit seinen Percussionelementen um sich, Parker Griggs legt mehrere Rhythmus- und Sologitarrenspuren übereinander. Es quietscht, es feedbackt, es waht, es groovt. Dan Auerbach von den Black Keys hat einmal mehr seinen guten Musikgeschmack bewiesen, als er Radio Moscow vor ein paar Jahren entdeckte.


Fr 15 Aug, DOORS 23:00H

Die Drei !!! treffen auf die Party Animals. Huevotron, Cruze und Delincuente läuten den Kinski Season-Kick Off ein und zur Feier des Tages schenken wir euch den Eintritt!


Sa 16 Aug, DOORS 23:00H

Wenn selbst Miley vom Twerken einen Arschkrampf bekäme und sich die Einsteins-Crew mit Jägermeister bis zum Morgengrauen unter den Tisch säuft, dann wisst ihr Bescheid: Es ist wieder Einsteins-Zeit.

Genüsslich geben wir uns – man merke (!) – immer am 2. Wochenende des Monats dem Ausnahmezustand hin und bereuen danach absolut gar nichts. Weder den Kater, noch das Rumgeknutsche, noch die Peinlichkeiten. Es geht uns ja allen gleich. Gottlob haben wir im schummrigen Schuppen Kinski, der aus jeder Ritze unkonventionelles versprüht, die perfekten dunklen Ecken für unsere monatlichen Jubelfeten gefunden. Die flinken Finger am Mixer gehören für diese Ausgabe den talentierten Buben Prince Boogie und 2Takt, die nach der Einsteinschen Ideologie alle althergebrachten Musikkonventionen in Frage stellen und gleich mal das Genre-Denken über den Haufen werfen. Stattdessen verknüpfen sie Synapsen neu und liefern uns nächtelang die musikalischen Impulse, die in unserem Hirn Stoffe freisetzen, von denen wir nie zu träumen gewagt hätten. Und ja, das funktioniert ohne Drogen.

Put your freakum dress on.


Fr 22 Aug, DOORS 23:00H

Wenn Master Huevotron ruft, dann kommen sie in Scharen!

Party Animals mit wechselnden DJs, Livebands und jeder Menge Spass! Unter den wachsamen Augen seiner Mäjestät geben sie sich die Klinke in die Hand und ab und an wird auch Huevotron höchstpersönlich an den Turntables vertreten sein.

Die altbewährten Jungs der Bazooka-Partyreihe treffen in diesem Special auf Züri-Urgestein DJ Grau.


Sa 23 Aug, DOORS 23:00H

Wir ziehen erneut das Ass aus dem Aermel, aber nicht nur eines, sondern eine ganze Handvoll. An der Samstags-Party-Reihe “SaturdACE” im Zürcher Kinski kommen nur Pick-Asse auf den Pokertisch: die Trumpfkarten aus dem breiten Spektrum der unverwässerten Urban Music: Hip Hop, Dancehall - Trap & Deep: Trueskool – no hype, no bullshit. Am Sa. 23.08. werden die “beat magicians” Aystep, J.Kaliim & Mc Shorty Real die heissesten Beats aus dem Hut zaubern, und zwar “a full hand of urban beats”! Da bleibt kein Auge trocken, wenn das Trio einen Spitzen-Track nach dem andern ins Publikum abschiesst und somit ein musikalisches Feuerwerk entfacht.


Fr 29 Aug, DOORS 23:00H

Wenn Master Huevotron ruft, dann kommen sie in Scharen!

Party Animals, mit wechselnden DJs, Livebands und jeder Menge Spass! Unter den wachsamen Augen seiner Mäjestät geben sie sich die Klinke in die Hand und ab und an wird auch Huevotron höchstpersönlich an den Turntables vertreten sein.


Sa 30 Aug, DOORS 23:00H

Die legendäre Abart Party rockt das KINSKI!
7 Stunden lang nonstop Headbangen, Pogo tanzen und Air Guitar spielen - zu Hits von AC/DC, Foo Fighters, Motörhead, Danko Jones, Pearl Jam, Iron Maiden, Steel Panther, Alice Cooper, Nirvana, Audioslave, Metallica, Die Toten Hosen, Whitesnake, Crashdïet, Pantera, Aerosmith, Faith No More, Def Leppard, Led Zeppelin, Drowning Pool, Mustasch, Rose Tattoo, Staind, Mötley Crüe, Die Ärzte, Ozzy Osbourne, Stone Sour, D.A.D., Gluecifer, Foreigner, The Darkness, Deep Purple, Rage Against The Machine, Dio, Backyard Babies, Heroes Del Silencio, Guns N' Roses, The Clash, Judas Priest, Marilyn Manson, Van Halen, Black Sabbath u.v.a.m.


 
Fr 12 Sep, DOORS 23:00H, SHOW 23:00H

Wenn Master Huevotron ruft, kommen sie alle!

Party Animals mit wechselnden DJs, Livebands und jeder Menge Spass! Unter den wachsamen Augen seiner Mäjestät geben sie sich die Klinke in die Hand und ab und an wird auch Huevotron höchstpersönlich an den Turntables vertreten sein. Die kroatische Band Seven That Spells sorgt mit ihrem psychedelischen Sound für ein ultimatives Highlight an unserem Stoner Rock-Special. Huevotron und sein Sidekick Churchov Sulfor sorgen gleich im Anschluss für noch mehr Gitarrenmucke. 

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Mi 24 Sep, DOORS 20:00H, SHOW 21:00H

Der Indie-Rock der Winterthurer Band Death of a Cheerleader hat mehr als nur platte, poppige Melodien zu bieten. Düstere und ernste Songs werden mit leichtfüssigen Akzenten versetzt. Die gesellschaftskritischen Texte geben Raum zum Nachdenken. Die Band schafft es, auch bei ruhigeren Balladen eine enorme Energie aufzubauen. Es sind düstere Songs, die das Leben und den Tod thematisieren, mit denen Death of a Cheerleader bewegen und das Bewusstsein ihrer Zuhörer wecken möchten. Den eingängigen Popsongs hört man den Einfluss von Postpunk, Doom und Metal an. Die Mischung aus schnellen, harten Songs w und ruhigeren Balladen funktioniert nicht nur auf ihren CDs, sondern auch live hervorragend. 

Unterstützt werden sie von der Basler Band End.


 
Do 25 Sep, DOORS 21:30H, SHOW 21:30H

Der Sänger Daniel Stoyanov und Keyboarder und Produzent Michael Vajna studieren und zerlegen den Sound der 60er-Jahre und setzen alles neu zusammen. Auf Ihrem Debütalbum „Soon“, das am 27. Juni 2014 erscheint, springen sie zwischen Vergangenheit und Gegenwart und verweben das klassische Songwriting des Rhythm’n Blues mit dezenten elektronische Flächen und aktuellen Themen in den Lyrics. MALKYs Soul ist nicht nur der verschwitzte, mitreissende, treibende Sound der grossen Motown-Hits. Er ist auch immer wieder melancholisch, langsam, nachdenklich und dunkel. Letztes Jahr haben die beiden Jungs bereits ihre erste EP „Diamonds veröffentlicht, eine schwermütige Soul-Ballade, mit der sie nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben. Am diesjährigen Zermatt Unplugged haben Malky erfolgreich ihren Einstand in der Schweiz gefeiert haben. Nun kommen sie am 25. September 2014 ins Kinski, um ihre eingängige Musik in Clubatmosphäre zu feiern.


 
Fr 26 Sep, DOORS 23:00H, SHOW 23:00H

Wenn Master Huevotron ruft kommen sie alle!

Party Animals mit wechselnden DJs, Livebands und jeder Menge Spass! Unter den wachsamen Augen seiner Mäjestät geben sie sich die Klinke in die Hand und ab und an wird auch Huevotron höchstpersönlich an den Turntables vertreten sein. Das Kinski wird dieses Mal von den Jungs und Mädels der Turbojugend Turicum geentert, welche niemanden geringeres dabei haben als die Winterthurer Turbojugend-Urgesteine um Lord Latex und Fredi Volvo. Genau: Gloria Volt. Wir stellen schonmal das Bier kalt.

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Di 30 Sep, DOORS 19:30H, SHOW 20:00H

Das Herz der KARMA TO BURN Bestie aus West Virginia schlägt wieder! DIE Instrumental Rock Giganten kehren mit ihrem sehnlichst erwartenten Album „Arch Stanton“ in voller Stärke zurück. Das Warten hat also endlich ein Ende, auf die Jünger der hypnotischen Riffwalze warten acht auserwählte, kraftstrotzende Delikatessen. Ganz im alten Geist von „Wild Wonderful Purgatory' & 'Almost Heathen“, liefert „Arch Stanton“ sieben neue Monumente und lässt mit dem Song „23“ eine Nummer aus Klassikertagen auferstehen, die noch nie zu hören, geschweige denn aufgenommen war! Energie und Spass erreichen nun ein Höchstmass und die wiedergewonnene Freude am Schaffen führt dazu, dass man KARMA TO BURN so intensiv wie nie zuvor erlebt. „Arch Stanton“ ist wohl das zielgenaueste Album der Instrumental Hard Rock Pioniere bislang und gewiss eine Besinnung auf Ihre Anfänge. Man möchte sich diesem mystischen, spirituellen Groove einfach nur hingeben und vom Riffgewitter erschlagen lassen! Auch wenn sie immer wieder beweisen, dass sie auf den grossen Bühnen ebenso funktionieren, sind ihre Heimat doch die Clubs dieser Welt, wo es dunkel, eng und (sehr) laut ist und sich Band und Publikum wirklich nahe stehen - während der Show und an der Bar. 20 Jahre Rock'n'Roll Geschichte: Echt, glaubwürdig und verlässlich gegen jede Anbiederung. KARMA TO BURN sind in den Starlöchern für Europa, um „Arch Stanton“ vorzustelle. Zuerst an einigen Sommerfestivals, dann auf einer 7-wöchigen Reise durch den Alten Kontinent, die am 15. August 2014 im Einklang mit der weltweiten Veröffentlichung von „Arch Stanton“ (FABA/deepdive Records, H'ART) beginnt.


 
Do 02 Okt, DOORS 19:30H, SHOW 20:00H

Was Bands aus Dänemark schon immer gut hinbekommen haben, sind i-Tüpfelchen. Das war und ist auch auf der hörbar von Anders Trentemøller produzierten Debut-LP der beiden dänischen Musikerinnen Josephine Philip (Gesang/Keys) und Ina Lindgreen (Bass) nicht anders.

Die beiden dunklen Engel von Darkness Falls sind gewissermaßen das Vinylknistern zu Ennio Morricone, die Zola Jesus zu BOY, die Wärme zu The XX. Als würde man beim Hören von Alive In Us erst bemerken, was all den anderen noch für Kleinigkeiten gefehlt hatten.

Es ist auch ein Wiederhören mit der Reverb-60s-Twanggitarre von "Into the great wide yonder" und anderen Elementen, die man aus den bunt-cineastischen 60ern kennt und liebt. Spinettsounds und Glockenspiel sind genauso wie schrammelnde Akustikgitarre anzutreffen als Szenario für die oft wunderschön verträumten Songs und Vocals der beiden.

Man findet hier auch kraftvolles, elektronisiertes Songwriting für die Indiedisco ("The Void") und detailverliebte, opulent inszenierte, düsetere Songs, die sich zwischen Rock und atmosphärischer Electronic bewegen und gerne große Dramatik beschwören.

Am Ende bleibt’s zwar Indiepop, aber dafür verdammt guter, nämlich Indiepop mit Melancholie, Charme, Seele und Poprelevanz.

Mit „Hazy“ ist die erste Single ihres Ende September rechtzeitig auf die Tour erscheinenden Folgealbums grade erschienen…tönt vielversprechend.


 
Fr 03 Okt, DOORS 19:30H, SHOW 20:00H

Morning Parade ist eine fünfköpfige Indie-Pop-Band aus Harlow, Essex, UK. Die Band wurde 2007 von Steve Sparrow (Gesang, Gitarre), Phill Titus (Bass), Chad Thomas (Gitarre), Ben Giddings (Piano, Synthesizer) und Andrew Hayes (Drums) in Harlow, Essex gegründet. Steve und Phil kannten sich bereits seit längerem aus der Schule und als Kollegen. Am College trafen die beiden dann auf Chad, wo sie Teil der Band anotherstory waren. Diese Band löste sich allerdings im Jahre 2007 wieder auf.

2010 unterschrieb Morning Glory bei Parlophone, einem großen britischen Label. Angeblich wurde der Vertrag auf dem Dach eines EMI-Gebäudes unterschrieben.

Der Name Morning Parade entstammt der Zeit, in der Steve und Phil gemeinsam als Gipsarbeiter arbeiteten. Da sie sich dabei sehr früh morgens auf den Weg zur Arbeit machen mussten, bezeichneten sie sich selbst als Morning Parade.

Nun kündigt die Band ihr zweites Album "Pure Adulterated Joy" für den 05. September an. Das Album wird auf SO Records via Kobalt Label Services erscheinen. 

Als Produzent zeigte sich Ben Allen verantwortlich, der unter anderem Bands wie Bombay Bicycle Club, Animal Collective oder Cee Lo Green zum richtigen Sound verhalf. Für das Design des Album-Artworks, sowie des ersten offiziellen Videos konnten Morning Parade den gefeierten Visual Arts Künstler Christopher Mills gewinnen. 

Nach der Veröffentlichung des Erfolgs-Debüts "Under The Stars" tourten Morning Parade weltweit mit Bands wie Foster The People, 30 Seconds To Mars, The Wombats, Walk The Moon, Smashing Pumpkins oder Silversun Pickups und schafften es insbesondere in den USA, sich eine große Fanbase zu erspielen und dank zweier großer Touren als Support von Biffy Clyro wird die Band nun ihrer erste große Headliner-Tour in Übersee fahren. 

Bereits die erste Single "Alienation" vom neuen Album schaffte es auf Anhieb in die Top 40 der US Billboard Modern Rock Charts.

 

 


 
Mo 20 Okt, DOORS 20:00H, SHOW 20:30H

Back to the Golden 60s!

Sobald die ersten Töne vom Opener "Catamaran" erklingen, beginnt sie: die 40-minütige Zeitreise. Es geht weit zurück. Ans Ende der 60er-Jahre. Nach Kalifornien. Mitten hinein in den Summer Of Love. Denn was Allah-Lahs aus Los Angeles hier auf die Platte zaubern, klingt dermaßen nach Hippie-Lifestyle, wirkt unglaublich aus der Zeit gefallen. Hier ist einfach alles entspannt: Die klaren Gitarren, der coole, fast gelangweilte Gesang von Frontmann Miles Michaud, die langsamen Drums. Instrumentalstücke wie "Sacred sands" oder "Ela navega" sorgen zusätzlich für Entschleunigung.

Kennengelernt hat sich die Band passenderweise im größten Plattenladen von L.A. Da müssen sie verdammt viel Musik gehört haben. Denn das Album strotzt nur so vor Referenzen. Im grandiosen "No voodo" kommen Jefferson Airplane um die Ecke, aus "Bugman's Holiday" lassen sich die jungen Rolling Stones heraushören. Für den psychedelischen Touch, der das Grundgerüst aller Songs bildet, haben sich Allah-Las bei Pink Floyd bedient. Nirgendwo hätten diese Lieder besser hingepasst als auf den Soundtrack von "Fear and loathing in Las Vegas" - Johnny Depp hätte sich gefreut. Die Rezeption geht zwar auch bis ins neue Jahrtausend. Doch wenn sich im Gesang von Miles Michaud Anleihen an Julian Casablancas finden, kann nicht wirklich von Moderne gesprochen werden. Schließlich sind die Strokes ja so etwas wie der Inbegriff von Retro-Kultur.

Am Strand liegen, einen Cocktail mit skurrilem Namen und hohem Alkoholgehalt schlürfen. Sich mit einem Grashalm im Mundwinkel an die gute alte Zeit der freien Liebe in San Francisco erinnern - die man natürlich nie selbst erlebt hat. Allah-Las sind Vintage pur, sie sind das vertonte Instagram-Foto mit Retrofilter.


 
Di 04 Nov, DOORS 19:30H, SHOW 20:00H

Die hippen Roadburn-Helden um Tausendsassa Isaiah Mitchell händigen nach zwei Alben und mehreren Kurzformaten ihr drittes Werk aus, doch bei der Übernahme sollte man aufpassen, sich nicht die Flossen zu brechen, so schwer wie diese vier überlangen Songs geworden sind.

Andererseits sind die Strukturen dank aussagekräftiger Motiv leicht verdaulich, denn traditioneller Trio-Hardrock, auch ohne Vocals, wird immer dann ungenießbar, wenn sich die Macher im beliebigen Improvisieren ergehen. Dies tun diese Kalifornier zwar auch, aber stets entlang einer klaren Ideenfolge, was sie an die besten Werke der Japaner Acid Mothers Temple (die definitiv auch eine Menge Bockmist verzapfen) erinnern lässt. Mario Rubalcaba trommelt sich vorneweg mit Bonzo-Charme in die Herzen der Hörer, während Mitchell die Lorbeeren, welche man ihm allerorts aufsetzt, mit fieberhaften Soli und Riffs glasiert und dadurch über Jahre hinweg konserviert ...

 

Der Hang zu endlosen Gitarrensoli rückt Earthless in die Nische des extremen Hard Psych aus Fernost, womit die Amerikaner nicht nur selten sind, sondern auch schön in Anbetracht der makellosen Umsetzung ihrer Ambitionen. "From The Ages" ist die wahrscheinlich längste Lead-Praline der Welt, und so lässt man sich fette Kalorien sehr gerne gefallen.


 
Mo 24 Nov, DOORS 19:30H, SHOW 20:00H

„Bahamas is Afie“ ist BAHAMAS/aka Afie Jurvanen‘s erstes, selbstproduziertes Album und mit Hochspannung erwarteter Nachfolger des 2012 abgefeierten Longplayers „Barchords“ welches gleich für zwei Juno Awards nomminiert war („Adult Alternative Album of the Year“ und „Songwriter of the Year“) Auf iTunes wurde es gar als „Bestes Singer/Songwriter Album 2012“ bezeichnet.

 Jurvanen hat bei seinem Debut als Produzent eine neue Welt um sich herum kreiert und sich mit der Anordnung von Streichern, Blechbläsern, Blasinstrumenten, Orchester-Percussion und Kammerchören klar weiter entwickelt. Davor waren alle Bahamas-Releases noch unter einfachsten Verhältnissen in seinem Schlafzimmer aufgenommen worden.


Nach drei Jahren intensiven Tourings mit Feist kehrte Jurvanen mit vielen eigenkomponierten Songs nach Hause zurück. Daraus entstand sein 2009 erschienenes Debüt-Album „Pink Strat“.

Die Platte wurde ebenfalls für den kanadischen Juno Award und den Polaris Music Prize (eine Art Mercury Prize Kanadas) nominiert. Nach der Veröffentlichung ging Bahamas während zwei Jahre zusammen mit Künstlern wie Wilco und Robert Plant auf Tour. 

Mit seinem neuen Album „Bahamas is Afie“, welches am 18. August veröffentlicht wird, geht der in Toronto basierte Musiker auf Tournee durch Europa und besucht für seine einzige CH-Show am 24. November 2014 das Kinski in Zürich!