Sa 01 Nov, DOORS 23:00H

Die schwärzeste Abart Party kehrt am Tag der Toten feierlich zurück! 
Soundline: Depeche Mode, Nine Inch Nails, Billy Idol, Editors, Sisters Of Mercy, Placebo, Marilyn Manson, The Cure, New Order, Rammstein, Interpol and many more.
Female DJs only!


 
Di 04 Nov, DOORS 19:30H, SHOW 20:00H

Die hippen Roadburn-Helden um Tausendsassa Isaiah Mitchell händigen nach zwei Alben und mehreren Kurzformaten ihr drittes Werk aus, doch bei der Übernahme sollte man aufpassen, sich nicht die Flossen zu brechen, so schwer wie diese vier überlangen Songs geworden sind.

Andererseits sind die Strukturen dank aussagekräftiger Motiv leicht verdaulich, denn traditioneller Trio-Hardrock, auch ohne Vocals, wird immer dann ungenießbar, wenn sich die Macher im beliebigen Improvisieren ergehen. Dies tun diese Kalifornier zwar auch, aber stets entlang einer klaren Ideenfolge, was sie an die besten Werke der Japaner Acid Mothers Temple (die definitiv auch eine Menge Bockmist verzapfen) erinnern lässt. Mario Rubalcaba trommelt sich vorneweg mit Bonzo-Charme in die Herzen der Hörer, während Mitchell die Lorbeeren, welche man ihm allerorts aufsetzt, mit fieberhaften Soli und Riffs glasiert und dadurch über Jahre hinweg konserviert ...

 

Der Hang zu endlosen Gitarrensoli rückt Earthless in die Nische des extremen Hard Psych aus Fernost, womit die Amerikaner nicht nur selten sind, sondern auch schön in Anbetracht der makellosen Umsetzung ihrer Ambitionen. "From The Ages" ist die wahrscheinlich längste Lead-Praline der Welt, und so lässt man sich fette Kalorien sehr gerne gefallen.


 
Mo 17 Nov, DOORS 19:30H, SHOW 20:00H

Aus Gründen ausserhalb seiner Kontrolle verschiebt Nick Oliveri die bevorstehende Europatour auf unbestimmte Zeit. Tickets können bei den VVK-Stellen zurück gegeben werden.


 
Mi 19 Nov, DOORS 19:30H, SHOW 20:00H

Die Glasgower Twin Atlantic servieren melodischen Alternative-Rock vom Feinsten, welcher ihnen bereits Support-Shows für Grössen wie My Chemical Romance oder Biffy Clyro einbrachte. Die Leidenschaft für Alternative-Rock, Punk-Pop, Skateboards, Street Art und der Traum von der Musik zu leben, führte die vier Schotten 2007 zusammen und innerhalb von zwei Jahren hatten sie die meisten grossen Festivals in UK gespielt. Ihr 2009 veröffentlichtes Mini-Album „Vivarium“ heimste lobende Kritiken ein und das Debütalbum „Free“ katapultierte die Band zwei Jahre später von kleinen Clubs ins ausverkaufte Shepherd‘s Bush Empire und auf die Hauptbühne vom Reading und Leeds Festival. Zudem lieferte Twin Atlantic mit dem Titeltrack „Free“ den musikalischen Soundtrack zum historischen Stratosphärensprung von Felix Baumgartner, welcher weltweit von über einer Milliarde Menschen vor dem TV verfolgt wurde. Die Songs vom neuen Album „Great Divide“ (VÖ: 15. August 2014) entstanden vorwiegend im Tourbus und wurden in Wales mit dem Produzenten Gil Norton (Foo Fighters, Pixies) und in Amerika mit Jacknife Lee (Snow Patrol, U2) aufgenommen.

Twin Atlantic steht für kraftvollen und direkten Gitarrenrock mit treibenden Beats - eine Kombination die wilde und schweisstreibende Konzerte garantiert.


 
Mo 24 Nov, DOORS 19:30H, SHOW 20:00H

„Bahamas is Afie“ ist BAHAMAS/aka Afie Jurvanen‘s erstes, selbstproduziertes Album und mit Hochspannung erwarteter Nachfolger des 2012 abgefeierten Longplayers „Barchords“ welches gleich für zwei Juno Awards nomminiert war („Adult Alternative Album of the Year“ und „Songwriter of the Year“) Auf iTunes wurde es gar als „Bestes Singer/Songwriter Album 2012“ bezeichnet.

 Jurvanen hat bei seinem Debut als Produzent eine neue Welt um sich herum kreiert und sich mit der Anordnung von Streichern, Blechbläsern, Blasinstrumenten, Orchester-Percussion und Kammerchören klar weiter entwickelt. Davor waren alle Bahamas-Releases noch unter einfachsten Verhältnissen in seinem Schlafzimmer aufgenommen worden.


Nach drei Jahren intensiven Tourings mit Feist kehrte Jurvanen mit vielen eigenkomponierten Songs nach Hause zurück. Daraus entstand sein 2009 erschienenes Debüt-Album „Pink Strat“.

Die Platte wurde ebenfalls für den kanadischen Juno Award und den Polaris Music Prize (eine Art Mercury Prize Kanadas) nominiert. Nach der Veröffentlichung ging Bahamas während zwei Jahre zusammen mit Künstlern wie Wilco und Robert Plant auf Tour. 

Mit seinem neuen Album „Bahamas is Afie“, welches am 18. August veröffentlicht wird, geht der in Toronto basierte Musiker auf Tournee durch Europa und besucht für seine einzige CH-Show am 24. November 2014 das Kinski in Zürich!


 
Mi 26 Nov, DOORS 20:00H, SHOW 21:00H

Nachdem im Frühling Klänge aus der Westschweiz durch Zürich schallten, heisst es im Herbst: „All Eyes on Basel!“. Mit Unterstützung des RFV Basel bringt Lauter Leute drei vielversprechende Bands vom Rheinknie ins Kinski. Auch dabei sind drei Lokalhelden, die aus der Limmat gefischt wurden. Im November freuen wir uns auf eine geballte Ladung Post-Rock.

Glaston spielen noch kein ganzes Jahr zusammen Musik. Seit diesem Herbst wagen die drei Zürcher und ein Basler sich mit Piano, Gitarre, Bass und Schlagzeug auf Schweizer Konzertbühnen. Dort bieten sie instrumentalen Post-Rock, der von einer singenden Gitarre und sphärischem Piano getragen wird. Immer wieder überraschen glaston mit komplexen Rhythmen und steuern gekonnt auf das nächste Crescendo hin. So nimmt das Quartett die Zuhörer mit auf eine Reise, die voller unerwarteter Wendungen steckt und den abwesenden Gesang kein bisschen vermissen lässt.

Amorph sind schon etwas länger aktiv, die Basler Band besteht seit 2007. Diesen November nun freuen wir uns auf die Veröffentlichung ihrer zweiten EP, die sie im Kinski präsentieren werden. Wie Glaston verzichten Amorph auf Gesang, zeigen sich dafür an ihren Instrumente umso fingerfertiger. Ihr Post-Rock überzeugt mit ausgefallenen Klängen analoger Synthesizer und polyrhythmischen Salven des Schlagzeugs. Immer wieder brechen sphärische Teile aus und entzünden ein tanzbares Feuerwerk à la And So I Watch You From Afar.

 

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Do 27 Nov, DOORS 19:30H, SHOW 20:00H

Das Konzert von Lucy Rose wurde aus terminlichen Gründen leider abgesagt. Tickets können an den offiziellen Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.

Hier das offizielle Statement des Managements: "Due to scheduling conflicts, the Lucy Rose show is cancelled."

Ein Ersatztermin ist zur Zeit nicht geplant.


 
Fr 28 Nov, DOORS 19:30H, SHOW 20:00H

Es war wirklich nicht die Meldung, auf die man 2011 gewartet hatte. Eine Band aus Kopenhagen, die irgendetwas in der Richtung von (Post-)Punk, Hardcore oder Dark Wave anstellt? Hatte man doch schon, oder? Aber dann hörte die Welt das Album New Brigade von Iceage und plötzlich waren die Zweifel wie weggeblasen. Diese mit No-Bullshit-Bengeln besetzte Horde kam sofort zur Sache und fuhr die Harke aus.

Iceage ist eine Punk-Band aus Kopenhagen, Dänemark, die im Jahr 2008 gegründet wurde. Die Band spielt eine Mischung aus Punk Rock, Post Punk, Dark Wave, Noise Rock und Post Hardcore und hat mittlerweile viele Fans weltweit. Iceage besteht aus den vier Musikern Johan Surrballe Wieth, Dan Kjaer Nielsen, Elias Bender Ronnenfelt und Jakob Tvilling Pless.

Das dritte Iceage Album erscheint am 05. August und wird sicherlich auch Bestandteil ihrer einzigen CH-Show im Kinski Zürich sein. Mit "The Lord's Favourite" ist bereits die erste grossartige, mit Country angehauchte Single veröffentlicht…man darf gespannt sein.


 
Mo 08 Dez, DOORS 20:00H, SHOW 20:30H

Black Moth geht nicht nur unter die Haut, sondern direkt in die Magengrube.

Vor fast genau einem Jahr wurde jedes gut bestückte Rock- Plattenregal von einer wuchtigen Neuigkeit erschüttert: Zwischen Jex Toth, The Stooges und Coven stand mitten im Sommerloch das Debüt einer jungen britischen Band im Regal: Black Moth. Nach dem vielversprechenden "The Killing Jar" wurde es jedoch ruhig um Jim Swainson (Gitarre), Dave Vachon (Bass), Dom McCready (Drums) und Harriet Bevan (Gesang). Lediglich ein kleiner Wind weht vor gut einem Jahr mit "Savage Dancer" durch die Doomszene Englands, worauf Black Moth erstmal wieder in der Versenkung verschwinden.

Und, sieh einer an: das erste Stück des zweiten Langspielers geht schon komplett in die richtige Richtung. Als dickes Brett schließt es scheinbar nahtlos an den Erstling an. Lediglich doomigere Riffs liegen schwermütig über dem Albumauftakt, wo beim Debüt nur brutales Geschmetter anzutreffen war. Auch textlich haben sich die Jungs und das Mädel richtig was ausgedacht. Bevans Stimme klingt mal lüstern, mal zart und vielleicht auch ein wenig arrogant.


 
Do 11 Dez, DOORS 20:00H, SHOW 20:30H

Dicker, hol die Fransenjacke und die Röhrenjeans raus, denn wir müssen mit der Mofa nach Berlin: Ab sofort gibt es – neben Kadavar – noch diese Jungs hier, die den Rock können! Heat sind nicht nur die Kumpels und Arbeitskollegen (Richard ist der Live-Mischer bei Kadavar) der bärtigen Drei, sondern auch eine unverschämte weitere Rockmaschine aus der Hauptstadt! Mit “Labyrinth” kommt im August der zweite Longplayer der fünf Wahlberliner und das Ding hat es wirklich in sich. Was sich bei „Old Sparky“, vor anderthalb Jahren auf Electric Magic veröffentlicht, schon offenbarte, nämlich welch Juwel hier gereift war, wurde über die letzten Monate zu einem dicken Klunker juweliert! Bling Bling im Retro-Look. Schon der exzellente, mit Blues gespickte, 70s Rock des Debuts, versetzte die internationale Szene in freudige Erregung und erreichte durchweg positive Kritiken. Auf dem neuen Longplayer ist der Blues-Faktor des ersten Albums etwas in den Hintergrund gedrängt und ein leicht “schäbiger” 70er UK-NWOBHM-Rock-Einschlag mehr herausgekitzelt worden! Leute mit 70er-Fetisch kommen voll auf ihre Kosten – die Songs sind gespickt mit staubtrockenen 100%igen analogen Twin-Leads Vocalparts die man nicht mehr aus dem Ohr bekommt (genialer Sänger!) und deutlich schiebenden und nach vorne preschenden Drum-Parts. Diverse Zitate können gefunden werden und das gute bei der Sache ist, das Heat keineswegs die Xte Black Sabbath-Gedächtnis-Band sind. Man findet mehr Einflüsse – denkt an den Hard- und Progrock der ersten Scorpions Platten (da wo die Jungs noch geil waren), fügt ein bisschen Hippietum von Witchcraft, und eine dicke Prise Steppenwolf und Wishbone Ash hinzu! Unterm Strich gibt es dann das Best-Of-All-Rock-Worlds in Personalunion – super catchy und melodisch, mit einem enormen Ohrwurmpotential


 
Mi 17 Dez, DOORS 19:30H, SHOW 20:00H

The Amazing Snakeheads ist das jüngste Laurence Bell Signing für Domino.

Die Band kommt, wie ihre Labelmates Franz Ferdinand, aus Glasgow, machen aber im Vergleich zu denen wesentlich brachialere Musik.

Auf dem Debütalbum trifft dreckiger Garage Punk auf fiebrigen Blues-Rock. Das ist Musik für Freunde von Jeffrey Lee Pierce, Gun Club und Birthday Party.
In ihrer Heimat hat sich die Band mit ihren verschwitzten und energiegeladenen Live-Shows schon eine wachsende Fangemeinde erspielt.
Die erste 7 Inch Singleauskopplung brachte den drei Jungs in der englischen Fachpresse bereits höchstes Lob ein. Visuell irgendwo zwischen
Bikergang und Rock N' Roll angesiedelt, liefert das Trio mit seinem Debütalbum "Amphetamine Ballads" den perfekten Soundtrack zu verzechten
Nächten in den dunklen Ecken versiffter schottischer Nachtclubs bis hin zum Heimweg im Morgengrauen.

Es ist fast schon ein wenig das feine Klischee einer Band, die in psychedelischen Gefilden der späten 60er und frühen 70er Jahre Ihr Unwesen
treibt, Ihre Musik erstmal nicht in digitaler Form als Download anzubieten. “A monument to the redemptive powers of rock ‘n’ roll – full of rage,
romance and dark humour”, heißt es da so vollmundig und tatsächlich erfüllen Dale Barclay, William Coombe und Jordan Hutchinson in den ersten
Tracks die hohen Erwartungen Ihrer zahlreichen Anhänger. Mit einem chinesischen Gong und kratzenden Gitarren eröffnen die Snakeheads Ihre
Platte und verziehen sich daraufhin in die dunkleste Ecke des Nachtclubs. Wir befinden uns in einer zwielichtigen Gegend, in einer dieser schwach
beleuchteten Gassen abseits der Hauptstraße. Man möchte hier nicht alleine unterwegs sein.

Der Geruch von kaltem Rauch und Alkohol durchdringt sämtliche Poren und bildet einen pelzigen Geschmack auf der Zunge. The Green Door Studio in Glasgow war der Aufnahmeort – nachts versteht sich – und so klingt letztlich auch alles auf der Platte. “I’m a Vampire” rotzt uns Dale Barclay zu spärlich, bluesigen Instrumentierung an die Stirn und erinnert zugleich an die rauen Seiten eines Nick Cave. Aber es ist eben auch dieser spezielle Ansatz des unverkennbaren Glasgower Barclay, der diesen als festes Markenzeichen etabliert. “I’m a Soulsucker” singt er dann mit inbrünstiger Überzeugung in ‘ Nighttime ‘ und es besteht kein Zweifel daran, dass Barclay diese Worte nicht absolut ernst meinen würde. Er täte uns mit Freuden und einem irren Blick bei lebendigen Leibe verspeisen. Es folgt zu ‘ Swamp Song ‘ ein nahtlos und ziemlich gut getarnter Übergang, erinnern dabei kurzzeitig an die geschätzten Ten Kens und doch verflüchtet sich dieser Ausflug ebenso schnell, wie der kurze Blick in die tiefen Abgründe zugelassen wurde.

‘ Swamp Song ‘ ist eines der Höhepunkte, ein unheimliches Treiben fabriziert dort der Bass, während Barclay hier wohl noch mehr Sand als sonst in seine Kehle schüttete. Ein herausragender Track mit beeindruckendem Geräuschniveau. Ähnlich genial gestaltet sich das bekannte ‘ Here It Comes Again ‘. Ein ungestümes Monster bricht mit überraschender Agilität über unsere Köpfe herein und veranstaltet gegen Ende ein wahres Blutgemetzel. Mit ‘ Flatlining ‘ gesellen sich dann neue Instrumentierungen hinzu. Wir hören ein Saxophon und die Mundharmonika, die Tracks werden zugleich langsamer und es wundert einen letztlich auch nicht, weshalb ausgerechnet Domino Records die Jungs holte. ‘ Amphetamine Ballads ‘ ist ein passendes Debüt, verliert jedoch in der zweiten Albumhälfte deutlich an Durchschlagskraft. Die Songs ziehen sich unnötig in die Länge, stellen das Saxophon in ‘ Memories ‘ noch mehr in den Mittelpunkt und bringen in ‘ Tiger By The Tail ‘ plötzlich weibliche Gesänge zwischen die reduzierten Melodien.

Das Glasgower Trio zeigt, was der gute alte "böse" Rock'n'Roll noch alles kann, wird er nur gebührend ernst genommen und gespielt. Wir freuen uns drauf!

Photo 1


 
Mi 21 Jan, DOORS 19:30H, SHOW 20:00H

HARSH TOKE
Bring back the Seventies, man! Die volle Dröhnung Acid Rock, angereichert mit psychedelischen Jams. „Jams“, so hieß auch die erste HARSH TOKE-EP, deren zwei Tracks rund vier Minuten länger dauerten als das offizielle „Longplay“-Debüt „Light Up And Live“. Vier Songs, paritätisch verteilt auf „Side A“ und „Side B“, bei einer Laufzeit von rund achtunddreißig Minuten. Der kürzeste dauert vier, der längste über vierzehn Minuten.

Ist der Opener noch ein kompakter, fett instrumentierter Kracher, gibt es im zweiten und längsten Stück sowie dem folgenden Titeltrack kein Halten mehr. Die Gitarren flirren und sirren, mäandern durch den Hörraum, als wäre das Leben eine wilde Party im Schein von vielen bunten Lava-Lampen. Im Hintergrund breiten sich die Hammonds (oder deren digitalen Nachgeburten) aus, nie aufdringlich, aber deutlich vernehmbar. Während „Weight Of The Sun“ werden die Saitenattacken zu Beginn von vibrierenden Flötentönen noch halbwegs im Zaum gehalten, bei "Light Up And Live“ dürfen sie explodieren.

„Plug Into The Moon“ könnte, vor allem aufgrund des ebenfalls hintergründigen, aber gelungenen Saxophon-Beitrags ein vergessenes HAWKWIND-Stück aus deren Hardrock-Phase sein.
Gesang kommt selten vor, ist eine blasse Erinnerung, keine prägende Ergänzung. Lediglich im relativ straighten, hart rockenden Auftakt, DEEP PURPLE gedenkend, bekommt er ein wenig mehr an Gewicht. Instrumental legt die Band ein relativ hohes Tempo vor, kein Metal, aber auch keine bewusstseinserweiternde Verschleppung in das Requiem eines Drogentraums. Obwohl, eigentlich ist „Light Up And Live ” eine Art BRAINTICKET auf Speed.

Mit ihrem Song-Quartett schmeißen HARSH TOKE einen nahezu rein instrumentales Acid-Rock-Bollwerk in Zeit und Raum, in dem vor allem eine entfesselte Gitarre, die ausufernde Ode an jene Zeit der exzessiven Feten singen darf, bei denen Tag und Nacht verschmolzen, und die Ektase zuckender Körper nicht von Elaboraten aus dem Chemielabor erzeugt wurde. Naja, vielleicht doch, nur ein bisschen anders. „Psychedelic Skate Rock“ nennt es das Presse-Info. Warum nicht, Skateboards waren auch in den Siebzigern schon up to date.

 

COMET CONTROL
Minimal konziser und einen halben Schritt schneller als bei Quest For Fire (der vorherigen Band der beiden Gitarristen) geht es hier zur Sache, aber die unter Lagen von Fuzzgitarren und dröhnendem Allerlei versteckten Melodien und beschwipst nickenden Riffs sind immer noch da und gehen sofort ins Ohr.

Der Opener "Blast magic" streckt seine Arme mit acht Minuten noch am weitesten Richtung vernebelter Riff-Ewigkeit aus. Abgesehen davon geht es nicht nur zackiger, sondern auch pointierter zu. "The soft parade" hätte fast das Zeug zur Single, wenn man nicht ganz so lange nach der Leadgitarre buddeln müsste. Und noch ein Stückchen poppiger, wenn auch in brutzelndem Bratpfannensound, rieselt "Century" aus den Boxen. Dass der Song nach den Ramones auf Zeitlupe (und mit Gitarrensolo) klingt, ist durchaus als Kompliment gemeint. "Hats off to life" bringt dann das Tempo dann auch für Comet-Control-Verhältnisse wieder auf Schlurfgeschwindigkeit und die Assoziationen eher Richtung Pink Floyd.

Zum Abschluss folgt zunächst noch das geradezu luftige "Fear the haze", dessen hübsche Akustikgitarrenfiguren zwar immer mal Wasser in die Lungen kriegen, aber nie so ganz ertrinken. Und ganz am Ende steht – im doppelten Wortsinn – "Master", um uns daran zu erinnern, dass hier eine Band spielt, die genauso langsame wie exzellente Songs schreiben kann, die auch mal eine Minuten zum Ausklingen brauchen. Dieser durchaus würdige Monolith täuscht aber nicht darüber hinweg, dass Comet Control mit ihrem Debüt ein überraschend dynamisches Psychrock-Album aufgenommen haben, eins mit – abermals Verzeihung – Feuer unterm Arsch.